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Warum ich Christ bin ...

Einleitung

Es ereignete sich am Vormittag des 26. April 2002 am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt. Die Tat fand am Tag der schriftlichen Abiturprüfungen statt. Der 19 jährige Robert Steinhäuser begann etwa um 10:50 Uhr, gezielt nach Lehrern zu suchen und erschoss dabei 13 von ihnen. Schüler und Lehrer schlossen sich in Klassenräumen und der Aula ein. Durch eine geschlossene Tür erschoss Steinhäuser zwei Schüler. Um 11:05 Uhr alarmierte der Hausmeister die Polizei, die um 11:12 Uhr an der Schule eintraf. Dabei wurde aus einem Fenster ein Polizeibeamter erschossen.

Etwa um 11:15 Uhr traf Steinhäuser auf den Lehrer Rainer Heise. Nach Heises Schilderung habe er sich Steinhäuser mit den Worten „Drück ab! Wenn du mich jetzt erschießt, dann guck mir in die Augen!“ in den Weg gestellt. Steinhäuser habe daraufhin geantwortet: „Für heute reicht's, Herr Heise!“ Daraufhin schloss ihn der Lehrer im Zeichensaal der Schule ein, wo sich Steinhäuser wenig später selbst tötete.

An einer mir unbekannten Universität entstand während des Mittagessens eine Diskussion zwischen Studenten, Theologen und anderen Teilnehmern einer Vortragsreihe über die Existenz Gottes. Einer der Stundenten unterbrach die Diskussion immer und immer wieder mit dem Kommentar.

„Ich kann nicht glauben dass es einen lieben(den) Gott gibt. Schaut Euch doch nur all das Böse an das um uns herum passiert!“

Die Existenz eines moralischen Gesetztes

Wie oft in deinem Leben hast Du schon Menschen so argumentieren hören? Vielleicht aber bist Du selbst nicht sicher ob Gott wirklich existiert? Glaubst Du an Gott?

„Wenn es wirklich einen liebenden Gott gäbe, dann gäbe es kein Leid und keine Bosheit. Da aber Leid und Bosheit existieren, kann es keinen liebenden Gott geben.“

Die Aussage beinhaltet ein Dilemma dessen sich der Zweifler in den meisten Fällen selbst nicht bewusst ist. Wer diese Aussage trifft, akzeptiert die Tatsache, dass das Böse existiert. Ich denke darüber gibt es auch keinen Zweifel, wie die schreckliche Tat Robert Steinhäusers zeigt. Wenn aber das Böse real und fassbar ist, dann muss es auch das Gegenteil dazu geben: das Gute. Aber wenn Gut und Böse existieren, wie unterscheidet man dann zwischen Beiden?

Vor vielen Jahren gab es ein Streitgespräch zwischen Bertrand Earl Russell, einem bekannten Philosophen und Atheisten, und Frederick Charles Copleston, einem Priester.

Copleston: Lord Russell du glaubst nicht an Gott, aber wie unterscheidest Du dann zwischen Gut und Böse?

Bertrand Russell: Ganz einfach: Genau so, wie zwischen Gelb und Grün.

Copleston: Kleinen Moment mal, aber Du kannst doch nur deshalb zwischen Gelb und Grün unterscheiden, weil Du sehen kannst, oder?

Russell: Ja, das stimmt.

Copleston: Aber wie unterscheidest Du dann zwischen Gut und Böse?

Rusell: Auf Basis meiner Gefühle. Wodurch sonst?

Copleston war ein intelligenter Mensch, weil er an diesem Punkt aufhörte Lord Russell weiter zu befragen. Aber seine nächste Frage könnte so lauten: „Lord Russell in einigen Ländern lieben die Menschen ihre Nachbarn, in anderen essen sie sie gerne. Beides auf Grundlage von Gefühlen. Welchem Gefühl würdest Du den Vorzug geben?“

Unsere Gefühle, unsere Erziehung, unsere Kultur, mögen uns zwar bis zu einem Gewissen Grad in der Frage zur Unterscheidung zwischen Gut und Böse geprägt haben, helfen unser aber nicht eine absolute Aussage zu treffen. Wir brauchen einen besseren Maßstab zur Unterscheidung von Gut und Böse als unsere Gefühle. Und dieser Maßstab ist ein absolutes und allgemein gültiges Moralgesetzt.

C.S. Lewis nennt dieses Gesetzt in seinem Buch: „Pardon, ich bin Christ“ Naturrecht und er schreibt dazu:

"Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegrife der Sittlichkeit hatten.

Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich alle miteinander den unsrigen sind."

Und ein paar Seiten weiter folgert C.S. Lewis:

"Lassen Sie mich also feststellen: Erstens ist in allen Menschen, überall auf der Welt, die eigenartige Vorstelung lebendig, daß sie sich auf bestimmte Weise zu verhalten haben, und von dieser Vorstellung kommen sie nicht los. Zweitens aber richten die Menschen ihr Verhalten in Wirklichkeit nicht entsprechend ein. Sie kennen das Naturrecht, aber sie halten sich nicht daran. Diese beiden Tatsachen bilden die Grundlage für alles klare Denken über uns selbst und über die Welt, in der wir leben. "

Laut C.S. Lewis existiert also wirklich ein absolutes, allgemeingültiges Gesetzt. Das besondere aber daran ist, das man es mit Naturwissenschaftlichen Methoden, d.h. mit Hilfe unserer Sinne, nicht messen kann. (z.B. das Gesetzt der Schwerkraft) Ganz einfach deshalb nicht, weil wir Menschen uns in den meisten Fällen nicht nach diesem Gesetzt richten.

C.S. Lewis kommt dadurch zu folgendem Schluß:

"Folglich muß diese Regel von Recht und Unrecht, dies Gesetz der menschlichen Natur oder wie immer man es auch nennen mag, etwas sein, was wirklich existiert.

Und doch ist es keine Tatsache im gewöhnlichen Sinne, so wie etwa unser wirkliches Verhalten eine Tatsache ist. Es sieht so aus, als müßten wir zugeben, daß es mehr als nur eine Art von Wirklichkeit gibt, daß, in diesem besonderen Fall, etwas da ist, daß jenseits aller gewöhnlichen Tatsachen menschlichen Verhaltens liegt und doch ganz real ist - ein wirkliches, nicht von uns erfundenes, aber uns gleichwohl verpflichtendes Gesetz."

Aber wenn das Gesetzt nicht von uns erfunden ist, von wem dann? Von Einzellern, die zu Affen und dann zu Menschen mutiert sind? Wie kann in einem nicht moralischen Prozess, wie er in der Evolutionstheorie zu finden ist, ein moralisches Gesetzt entstanden sein? Unmöglich!

Das heißt das Gesetzt muss von einem moralisch höheren Wesen stammen: Gott!

In Römer 2,14-15 steht: „Freilich gibt es Menschen, die Gottes Gebote nicht kennen und doch danach leben, weil ihr Gewissen ihnen das vorschreibt. Durch ihr Handeln beweisen sie, dass Gott ihnen seinen Willen in ihre Herzen geschrieben hat, denn ihr Gewissen und ihre Gedanken klagen sie entweder an oder sprechen sie frei.“

Auch wenn viele Menschen das wortwörtliche Gesetzt Gottes nicht kennen so ist es doch Teil ihres Gewissens, ja sogar ihres Herzens!

Erkennt Ihr das Dilemma des Zweiflers der behauptet: „Es kann keinen liebenden Gott geben bei all dem Bösen das um mich herum passiert!“?

Er leugnet Gott weil das Böse existiert, aber wenn das Böse existiert muss es auch das Gute geben und wenn Gut und Böse existieren dann muss auch eine Art allgemein gültiges Moralgesetzt existierten das zwischen Gut und Böse unterscheidet. Und wenn so ein Gesetzt existiert dann existiert auch ein Gott der dieses Moralgesetzt entworfen hat.

Oder anders herum gesagt:

Wenn es keinen Gott geben würde, dann würde auch kein Moralgesetzt existieren und wenn es kein Moralgesetzt geben würde dann gäbe es auch kein Gut und Böse. Aber letzteres hat der Zweifler selbst zugegeben.

Die Tatsache, dass Leid, Tränen, Krankheit, Schmerz und Bosheit existieren sind also keine Gründe gegen, sondern der stärkste Beweis für die Existenz Gottes.

Gottes Welt

Gott existiert. Aber was ist das für ein Gott? Ein Gott der Liebe? Wenn wir uns noch einmal die Aussage des Zweiflers in Erinnerung rufen: „Bei all dem Unrecht und Bösen das um mich herum passiert, kann ich nicht glauben das es einen lieben(den) Gott gibt.“

In 1. Johannes 4:16 steht: „…Gott ist die Liebe…“. Also scheint Liebe das richtige Attribut für Gott zu sein.

Lasst mich jetzt zu der Frage hinter der Aussage: „Warum lässt ein liebender Gott das Böse überhaupt zu?“ kommen.

Wie kann Liebe soviel Leid zulassen?

Lass mich dir eine Frage stellen. Stell dir vor du bist Gott. Ein Gott voller Liebe und Barmherzigkeit. Und du willst eine neue Welt erschaffen. Eine Welt die deinem Charakter entspricht. Eine Welt voller Liebe. Wie würde diese Welt aussehen?

Vielleicht würdest Du eine Welt ohne Krieg erschaffen? Vielleicht auch eine ohne Leid und Schmerzen? Ohne Menschen die anderen Menschen erhebliche Schmerzen zufügen, also eine ohne Zahnärzte? Eine ohne Überschwemmungen und Naturkatastrophen? Eine ohne Hass, Stolz und Überheblichkeit? Eine ohne Kinderschänder, Mörder, Ehebrecher, Lügner und anderen asozialen Abschaum?

Eine rundum perfekte Welt in der das Leid und das Böse keine Chance mehr haben? Wo jeder jeden mag und die Welt in Frieden und Eintracht zusammen lebt?

Da stellt sich mir doch die Frage: Warum hat Gott nicht selbst so eine Welt erschaffen? Eine Welt in der es kein Leid und keine Schmerzen und kein Böses gibt? Ein Welt wo Liebe regiert…

Um diese Frage zu beantworten muss man begreifen unter welchen Bedingungen wahre Liebe entstehen und aufblühen kann. Und diese Bedingungen müssen dann Teil der zu erschaffenden Welt werden.

Stellt Euch vor mich überkommt das dringende Gefühl das mir mal wieder jemand laut und deutlich vor vielen Menschen sagt:

„Christian, ich liebe dich von Herzen. Du bist ein echt toller Hecht.“

Da das aber im Normalfall keiner macht, ziehe ich eine 9mm-Pistole aus meiner Jackentasche, ziehe einen Bruder oder eine Schwester nach vorne und halte Ihr die geladene Waffe vor den Kopf. Dabei frage ich Ihn/Sie vor versammelter Gemeinde: „Liebst Du mich?“

Was meinst Du? Wie wird der Bruder oder die Schwester antworten?

Ich stelle mir vor wie dieser Bruder oder diese Schwester hier vor mir, mit zitternden Beinen und Tränen in den Augen sagen würde: „Ich liebe dich Christian!“.

Was ist das fundamentale Problem dieses Liebesbekenntnisses?

Es war mit ziemlicher Sicherheit nicht aufrichtig ernst gemeint, weil es nicht freiwillig gesagt wurde.

Das führt mich zu meiner ersten Bedingung für eine Welt in der die Liebe regiert:

  • Freiheit

Denn nur in Freiheit kann echte, bedeutungs- und ausdrucksvolle Liebe entstehen.

Aber Freiheit reicht noch nicht aus. Es ist noch eine weitere Bedingung zu erfüllen.

Hast Du schon einmal folgenden Spruch gehört:

„Und wenn Du der letzte Mensch auf Erden wärest, ich würde dich immer noch lieben.“

Hast Du das schon einmal gehört? Ich kann Dir versichern: das war kein Kompliment. Warum? Weil wenn Du wirklich der letzte Mensch auf Erden wärest, dann hätte dein Gegenüber ja gar keine andere Wahl als nur dich zu lieben. Wen sollte er sonst lieben? Es gibt ja nur noch dich. Nein, ein echtes Kompliment würde ungefähr so lauten:

„Und wenn sich die Weltbevölkerung von jetzt auf gleich verdoppeln würde, dann wärst Du noch immer die/der Einzige für mich!“.

Die zweite Bedingung für eine Welt in der die Liebe regiert ist folglich

  • Entscheidung

Denn nur wo die Möglichkeit der Entscheidung existiert, kann echte, bedeutungs- und ausdrucksvolle Liebe entstehen.

Lasst mich noch einmal zusammen fassen:

Echte Liebe kann nur dort entstehen, wo der Mensch Freiheit und die Möglichkeit der Entscheidung vorfindet.

Zwang und das fehlen von Alternativen machen Liebe bedeutungslos und zu einem bloßen Lippenbekenntnis. Wie bei dem etwas (zugegeben: übertriebenen) Beispiel mit der Pistole.

Gott will keine Marionetten die ihm aus Zwang und unaufrichtiger Liebe folgen, sondern mündige Menschen die aus ihrer persönlichen Überzeugung und aus ihrem freien Willen seine Liebe erwidern.

Genau diese Konstellation der beiden Bedingungen finden wir in der Schöpfungsgeschichte der Bibel. In 1. Mose 2, 16 – 17 steht: „Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben.“ Gott gab den Menschen alle Freiheiten, sie durften von allen Bäumen des Gartens essen. Bis auf einen. Und das war der Einzige im ganzen Garten, ja der Einzige auf der ganzen damaligen Welt! Der Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen. Von diesem Baum durften Sie nicht essen. Hier hatten Sie die Möglichkeit der Entscheidung.

Freiheit und Entscheidungsmöglichkeit birgt eine große Gefahr: das sich der Mensch falsch entscheidet. Das sich der Mensch gegen Gott und seine Liebe entscheidet.

Woher kommen Leid und Bosheit dieser Welt?

Erinnerst Du dich noch an die Diskussion zwischen den Studenten? Existiert Gott?

Die Diskussion wurde immer Leidenschaftlicher und einer der Studenten wiederholte sein Argument immer und immer wieder. Bis einem Studenten auf der christlichen Seite ein bisschen der Kragen platzte und zu ihm sagte:

„Du sprichst hier immer von all dem Bösen um dich herum, aber was ist mit dem Bösen in Dir?“

G.K. Chesterton, ein bekannter Christ, schrieb der Zeitschrift „The Times“, nachdem diese etliche bekannte Autoren dazu aufgefordert hatte zu der Frage: „Was ist das größte Problem mit dieser Welt?“, Stellung zu beziehen:

Sehr geehrte Herrschaften,

Ich.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr G.K. Chesterton

Ich? Ja, ich bin das Problem.

Paulus schreibt in Römer 3, 19: „Alle Menschen auf der Welt sind vor Gott schuldig.

Es gibt keinen Menschen auf der Welt der auch nur Ansatzweise Gut wäre. Wir haben ALLE Leichen in unserem Keller liegen, von denen wir hoffen das niemals irgendwer sie zu Gesicht bekommt. Oder wie ein Mensch Jesus fragte: „Guter Meister, was kann ich tun damit ich das ewige Leben ererbe?“ Daraufhin entgegnete Jesus: „Was nennst Du mich gut? Gott allein ist Gut!“

Gott hat damals eine wunderbare Welt erschaffen. Eine Welt in der wir uns frei für oder gegen Ihn entscheiden dürfen. Leider haben wir uns damals im Garten Eden gegen Ihn entschieden. Wir wollten mehr „Freiheit“, mehr Unabhängigkeit von Gott. Wir wollten auch von dem einen, verbotenen Baum essen… Aber wohin ein Leben ohne Gott führt, ein Leben außerhalb seines Gesetzes, ein Leben ohne göttliche Regeln, das können wir tagtäglich in den Nachrichten sehen, hören und lesen: Zu pervertierte Sexualität, Kinder die zu Superstars gekrönt werden oder bereits in sehr jungen Jahren Eltern werden, zu Menschen die die Stimme Gottes in ihrem Gewissen durch Musik, Alkohol und Drogen verstummen lassen, zu Leid, Schmerz und letztendlich zum Tod.

In Johannes 11, 25 sagt Jesus: „Ich bin die Auferstehung, und ich bin das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, selbst wenn er stirbt.“

Ein Leben ohne Gott ist ein langsames sterben.

Gottes Antwort auf unsere Entscheidung

Wie lautet Gottes auf Antwort auf unsere Entscheidung gegen Ihn? Mir hat folgende Geschichte, sie stand vor Jahren im Readers Digest, geholfen Gott zu verstehen.

Edith Taylor war glücklich verheiratet und Sie hatten Kinder. Eines Tages musste der Mann nach Japan. Sie versprachen sich viel zu schreiben und in ständigen Kontakt zu bleiben.

Wann immer ein Brief aus Japan kam, versammelte sich die ganze Familie um den Esstisch und der Brief des Vaters wurde feierlich geöffnet und laut vorgelesen.

Eines Tages aber, kam ein Brief der nur an Edith adressiert war. In Ihm stand:

"Liebe Edith. Es tut mir leid. Ich habe hier eine 17 jährige Frau kennen gelernt und habe mich in sie verliebt. Ich werde nicht zu Euch zurück kehren."

Edith brach das Herz und sie versuchte den Brief vor den Kindern geheim zu halten. Ein paar Tage später aber fragte der jüngste Sohn die Mutter: "Mama, warum schreibt Papa eigentlich nicht mehr?"

Daraufhin erzählte sie den Kindern, dass Ihr Vater jetzt eine andere Frau liebte und nicht mehr zu ihnen zurückkehren würde.

Nach einer kurzen Stille, muss Gott selbst durch den Jungen zu Edith gesprochen haben:

„Mama, nur weil Papa uns nicht mehr liebt, musst das doch nicht heissen, das wir Ihn nicht mehr lieben dürfen, oder?“

Nach einem Moment des zögern sagte Edith: „Du hast Recht mein Sohn“. „Also bitte lass uns weiter mit Papa schreiben und ihm sagen das wir Ihn immer noch lieben.“

Und so setzte sich die Familie hin und schrieb dem Vater, das Sie ihn weiterhin liebe und nicht wolle das der Kontakt zu ihnen abbreche.

Der Vater schickte weiterhin Briefe und sie schickten Briefe zurück. Es kamen Briefe von der Hochzeit, Briefe über die Geburt der Kinder und jedes Mal hatte Edith das Gefühl als ob eine Dampfwalze über ihre Herz rollte und es zerquetschte.

Doch eines Tages kam wieder ein Brief der nur an sie adressiert war. In dem stand:

„Allerliebste Edith, ich habe Krebs und überall in meinem Körper haben sich Metastasen festgesetzt. Ich werde nicht mehr lange leben. Darf ich dich um etwas bitten? Kannst Du dich um meine Familie kümmern, wenn ich nicht mehr bin? Sie haben kein Geld um sich über Wasser zu halten und würden hier bald am Hungertuch nagen.“

Edith war geschockt. Und all der Groll und Hass über die enttäuschte Liebe kam wieder in Ihr hoch. Aber als der Groll nach ein paar Tagen abflachte, schrieb Sie ihm zurück:

„Wenn Du dafür sorgst das deine Familie in den USA kommen, dann werde ich mich darum kümmern das sie lernen auf eigenen Füßen stehen lernen. Ich werde ihnen eine Unterkunft besorgen und den Kindern einen Schulplatz.“

Als der Mann starb, stand nicht lange danach die japanische Familie vor Ediths Tür. Und Edith in ihrer Selbstlosigkeit half der Familie auf ihren eigenen Füßen zu stehen.

Als ich die Geschichte zum ersten Mal hörte, ging es mir durch Mark und Bein. Ich habe erkannt: Ich bin dieser Mann. Wir sind dieser Mann. Du bist dieser Mann.

Aber Gott sagte: „Nur weil die Menschen uns nicht mehr lieben, heißt das doch nicht das wir Sie nicht mehr lieben.“

Gott in seiner unendlichen Liebe hat alles kommen sehen. Es war nicht so, dass Gott beim Sündenfall plötzlich dastand und nicht wusste was Er tun sollte. In Epheser 3, 8 - 11 steht:

„Ausgerechnet ich (Paulus), der geringste unter allen Christen, darf anderen Völkern verkünden, welch unermesslichen Reichtum Christus für jeden von uns bereithält. Allen darf ich erklären, was Gott, der das Weltall geschaffen hat, von Anfang an mit uns Menschen vorhatte und was bisher verborgen blieb. Jetzt sollen alle Mächte und Gewalten an der Gemeinde die unendliche Weisheit Gottes erkennen. Alle sollen nun wissen, dass Gott seinen ewigen Plan durch unseren Herrn Jesus Christus verwirklicht hat.“

Gott hat einen Plan, einen Erlösungsplan, für diese Welt. Aber dieser Plan kostete Gott im wahrsten Sinne des Wortes das Leben. Gott wurde Mensch. Er kam in diese dunkle Welt, um den Menschen die ein Leben im Schatten des Todes führen, Licht zu bringen.

Gottes Antwort war sein Sohn Jesus Christus.

Er kam um uns seine zarten Hände auf unsere Krankheiten und Wunden zu legen. Wir aber setzten ihm eine Dornenkrone auf sein Haupt und schlugen mit einem Rohrstab darauf.

Er kam damit wir aus der Quelle des ewigen Lebens trinken können, aber wir haben ihn mit unserem dreckigen Speichel bespuckt.

Er kam um uns vor der Zukunft zu warnen und Er zeigte uns einen Ausweg aus unseren Nöten und Sorgen. Wir aber bedeckten sein Haupt mit einem Tuch, schlugen Ihn und spotteten: Wer hat dich geschlagen?

Er kam und sprach in sanften Tönen zu uns von der Liebe des Vaters zu seinen Geschöpfen, wir aber schrieen ihn nieder und verstopften unsere Ohren.

Er kam um uns von unseren Sünden zu befreien, wir aber nagelten Ihn am Holz fest, sperrten seinen Leichnam in eine Grube, rollten einen schweren Stein davor und stellten Wachen auf.

Er kam um uns das Leben zu bringen, wir aber schlachteten Ihn.

Aber selbst der Tod konnte das Leben nicht zurück halten.

Jesus hat alles für dich hingegeben. Er wartet jeden Tag auf eine Antwort von dir. Eine Antwort auf seine selbstlose Liebe die er am Kreuz offenbarte. Wann wirst du endlich aufhören auf dein eigenes Ich zu hören? Wann wirst du Ihm antworten?

Ich fordere dich mit den Worten von C.S. Lewis auf… Nein besser: ich flehe dich an:

"Gib dich selbst auf, und Du wirst dein wahres Selbst finden. Verlier dein Leben, und du wirst es retten. Unterwirf dich dem Tod deiner Ambitionen und Lieblingswünsche an jedem einzelnen Tag und dem Tod deines Körpers am Ende, unterwirf dich mit jeder Faser deines Wesens, und du wirst ewiges Leben finden. Halte nichts zurück. Nichts, das du nicht weggegeben hast, wird dir jemals wirklich gehören. Nichts in dir, das nicht gestorben ist, wird je von den Toten auferstehen. Suche dich selbst, und dur wirst auf die Dauer nur Haß, Einsamkeit, Verzweiflung, Zorn, Auflösung und Verfall finden. Doch suche Christus, und du wirst ihn finden, und mit ihm alles andere als Zugabe."

Quellen:

C.S. Lewis: "Pardon, ich bin Christ"

Predigten von Ravi Zacharias

Predigten von Michael Ramsden

30.5.07 12:54
 
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